Der 505er ist am schnellsten auf raumem Kurs mit Spinnaker, wenn genug Wind zum Gleiten weht. Bei Starkwind liegt das Optimum bei etwa 120 bis 130 Grad zum wahren Wind. Dort sind Geschwindigkeiten von 20+ Knoten möglich.
Die Frage klingt banal, ist es aber nicht. Der 505er ist eine leichte, gleitfähige Zwei-Mann-Jolle mit Trapez und großem Spinnaker. Bei solchen Booten hängt die Geschwindigkeit stark davon ab, ob das Boot gleitet. Und das hängt wiederum vom Kurs zum Wind ab. In diesem Beitrag zeige ich, wo der 505er am schnellsten ist und warum sich das mit der Windstärke verschiebt.
Warum raumschots so schnell ist
Auf raumem Kurs kommen drei Dinge zusammen. Erstens zieht der Spinnaker eine große Segelfläche nach vorn. Zweitens kann die Crew das Boot flach halten, sodass der Rumpf aus dem Wasser kommt und gleitet. Drittens erzeugt das schnelle Boot selbst Fahrtwind, der scheinbare Wind dreht nach vorn und wird stärker.
Im Gleiten steigt der Widerstand kaum noch mit der Geschwindigkeit. Deshalb macht der 505er dort einen Sprung nach vorn, den man auf anderen Kursen nicht erreicht.
Das Polardiagramm des 505ers

Ein Polardiagramm zeigt, wie schnell ein Boot auf jedem Kurs zum Wind ist. Der Wind kommt von oben, der Abstand vom Mittelpunkt ist die Bootsgeschwindigkeit. Bei viel Wind beult die Kurve raumschots weit nach außen aus, bei Leichtwind bleibt sie fast rund.
Der schnellste Kurs je nach Windstärke
| Wind | Schnellster Kurs | Was passiert |
|---|---|---|
| Leichtwind (um 6 kn) | Halbwind bis leicht raum, ca. 90–110° | Anluven erhöht den scheinbaren Wind, nur so kommt das Boot überhaupt ins Gleiten |
| Mittelwind (um 12 kn) | Raumschots, ca. 110–130° | Das Boot gleitet unter Spi stabil, man kann tiefer abfallen |
| Starkwind (um 20 kn) | Raumschots, ca. 120–135° | Volles Gleiten, Crew weit achtern, Spitzen über 20 kn |
Faustregel: Je weniger Wind, desto höher muss man segeln, um schnell zu sein.
Warum platt vor dem Wind langsam ist
Auf direktem Vorwindkurs läuft das Boot vom Wind weg. Der scheinbare Wind wird dadurch schwächer statt stärker, und die Segel arbeiten nur noch als Widerstand, nicht mehr als Flügel. Der 505er fällt dann deutlich unter seine Raumschotswerte.
Deshalb segelt man auch auf dem Vorwindgang nicht direkt auf die Tonne zu, sondern raumschots und halst dazwischen. Der Umweg ist länger, aber durch das Gleiten ist man trotzdem früher unten.
Praxis-Tipps für mehr Speed
- In Böen abfallen, in Flauten anluven: So bleibt das Boot im Gleiten.
- Gewicht nach achtern, sobald das Boot angleitet, damit der Bug frei läuft.
- Das Boot aufrecht segeln! Krängung kostet im Gleiten sofort Geschwindigkeit.
- Den Spi ständig fahren: Lieber leicht anfieren, bis das Vorliek einfällt, dann wieder dichtholen.
Fazit
Der 505er ist ein Raumschotsboot. Wer ihn mit Spi auf 120 bis 130 Grad ins Gleiten bringt, erlebt seine beste Seite. Bei wenig Wind liegt der schnellste Kurs höher, und platt vor dem Wind ist er immer langsamer als auf einem guten Raumschotsschlag mit Halsen.
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P.S. Fairerweise möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Artikel mit Hilfe von KI entstanden ist
