Wer kennt es nicht, bei Youtube findet man eine Anleitung wie man alte BTTB Züge oder Loks mit LED’s beleuchtet. Die Videos sind 6-15 Minuten lang und man denkt, der Aufwand ist überschaubar und das kann ich auch. Also fix die benötigten SMD LED’s bestellt und nach ein paar Tagen angefangen. Doch vor 2 Jahren wusste ich nicht, dass mich das dann so annervt, ich es erst Jahre später (November 2025) weiter mache und den LVT 171 Schienenbus erfolgreich beleuchten werde.
Die alten Loks zu beleuchten ist nichts neues. Im Einzelhandel werden entsprechende Umrüstsets angeboten und da „Kaufen“ zu einfach war, habe ich mich entschieden noch günstiger die Einzelteile zu bestellen (Januar 2023).
Wie lange dauert nun die Umrüstung?
Ohne Reifezeit, hätte man den Bus sicherlich in knapp 2 Stunden umgerüstet.
Was kostet das Umrüsten des Schienenbusses?
Die LED’s konnte man nur im 20er pack für je 9 Eur bestellen. Somit 18€ für die LED’s. Dazu etwas Lötzinn und Draht. In der Summe kommt man dann auf etwa 4-5€ pro Schienenbus.
Analog oder Digital?
Diese Anleitung ist nur für Analoge Modellbahnanlage, da dort die Fahrtrichtung und Geschwindigkeit des Zuges durch den Fahrtrafo die Polung (+- oder -+) und Spannung geändert wird. Bei Digitalanlage liegt immer die gleich Dauerspannung an.
Teileliste
- SMD LED’s 4x weiss (Link zu Amazon) 20 Stk für ~9€
- SMD LED’s 4x rot (Link zu Amazon) 20 Stk für ~9€
- Lötzinn, Lötkolbel
- „Nerven aus Stahl“
- Flüssigkleber
Die kleinen LED’s können einem schon ganz schön der Nerv‘ rauben, da es letztlich doch sehr fummelig ist, die LED’s auf den alten Lichtröhren zu platzieren festzukleben. Aber dabei bleibt es nicht, da die dünnen Kabel alle noch eingelötet werden wollen.
Hinweis zu den LED’s
LED's benötigen 2.7-3.3V sehr wenig Strom. Es ist sich wichtig dass die LED's entweder für 12 V schon mit einem Vorwiederstand ausgestattet sind. Ansonsten muss ein Vorwiderstand an den Pluspol der LED gelötet werden. Macht man das nicht, geht die LED schnell kaputt.
Welcher Wiederstand passig ist, kann man entweder ausrechnen oder ausprobieren, da dadurch auch die Helligkeit beinflusst wird.
Die SMD LED's die ich bestellt habe, werden mit einem angelötetem Vorwiderstand geliefert. Da ich je nach Fahrtrichtung weißes oder rotes Licht auf beiden Seiten des Schienenbusses haben wollte, wollte
Nach der Testfahrt ist der Schmerz vergessen und der LVT 171 Schienenbus, den ich schon auf einen modernen Glockenankermotor umgebaut habe, hat nun auch noch Licht.
Aber alles nacheinander…
Vorab, nach jedem Schritt einmal 3.3 V an binden und die LED’s samt Platine testen!
Schritt 1: SMD Led’s einbauen
Ich wollte unbedingt Fahrtrichtungsbedingtes Licht habe. Das heißt das „Vorne“ immer weiß ist und hinten immer rot. Da die LED eine Diode ist die nur leuchtet, wenn Strom an Plus liegt (je nach Polung), kann man die LED’s direkt nutzen ohne weitere Teile, wie einen Gleichrichter oder Stromstabilisator.
Die weiße LED wird von hinten an das transparente Plasterröhrchen geklebt und die rote Led an die Seite.
Schritt 2: zwei Platinen vorbereiten
Damit ich die Kabel vernünftig mit dem restlichen Schienenbus verbinden konnte, habe ich alle Kabel je nach Fahrtrichtung auf eine kleine Platine gelötet.
Schritt 3: Kabel der LED’s an die Platine anlöten
…und Testen.

Schritt 4: Platine an die Leitfähigen Teil des LVT 171 anlöten
…und Testen.
Optimierung für das nächste Mal.
- Kabellänge einkürzen






Die Testfahrt
Und warum nun der Frust in 2023?
Warum auch immer war das Löten schon nervenaufreibend, da ich sowas kleines noch nie vorher gelötet hatte. Zu allem Überfluss, habe ich dann die Kabel falsch gelötet und ich hatte keinen Bock das noch mal alles auseinander zu friemeln Naja…Manche Dinge brauchen halt ihre Zeit.
