505er Rumpf bauen

505er rumpf bauen laminieren

Vor ein paar Tagen traf mich der Blitz oder die Idee, meinen 505er als Miniaturmodell 1:12 zu bauen. Ohne große Erfahrungen im Modellbau, fing ich an den 505er Rumpf. Überraschend einfach war die Herstellung des Spantenmodells und irgendwie sah es sogar „gut aus“. Doch wie geht es nun mit dem Rumpf weiter?

Der Lehrreiche Weg vom Plan zum Miniatursegelboot…

Baupläne zum 505er Miniaturmodell

Was gibt es zu beachten?

Da ich im Modellbau auch nicht erfahren bin, möchte ich zumindest ein paar Erkenntnisse festhalten.

  • die Spanten erst komplett aussägen und schleifen bevor die verbaut werden. Später wird es nur umständlicher
  • Auf der Leere und auf den Spanten muss die Mittellinie aufgezeichnet sein! Man wird diese immer zur Orientierung brauchen
  • Sperrholz (in meinem Fall aus Papel) aus dem Baumarkt ist Mist. Bootsbausperrholz, Modellbausperrholz sind zwar etwas teurer, dafür aber besser verarbeitet und deutlich stabiler
  • Laubsäge, Dremel und Schleifpapier (80-180 Körnung), Express Holzleim werden benötigt
  • Den Rumpf immer mit zentralen Kiel bauen. Das gibt mehr Stabilität
  • bevor hergestellte Teile (Spanten) verbaut werden, soweit wie möglich vorbereiten.
  • etwas mehr Material stehen lassen beim Sägen und nachträglich auf Maß schleifen.
  • Winkel zum Ausrichten der Spanten verwenden!

Wie lange dauern die einzelnen Arbeitsschritte?

Es ist doch überraschen wie schnell die Zeit beim Bauen vergeht. Auch der Hintergrund dass alles für dieses Modell hergestellt werden muss und keine fertig Baupläne bestehen, macht das Ganze etwas zeitaufwendiger aus Bausätze.

  • ca. 15 Minuten – Ausdrucken auf Papier und Aufkleben der Spantenausschnitte auf Sperrholz
  • ca. 1 Std. – Aussägen der Spanten und Schleifen
  • ca. 2 Std. – Aufkleben der ausgesägten Spanten auf die vorbereitete Lehre
  • ca. 1 Std. – Herstellen des Holzschwertes und Einbau des Schwertkastens
  • ca. 3 Std. – Planken zurechtschneiden, schleifen und Beplanken

Spantenmodel Version 1 – 505er Rumpf

Die Idee nach dem Beplanken einfach alles innerhalb der Spanten mit einem Dremel wegzufräsen, legte ich nach den ersten Tests beiseite. Auch fehlten zu dem Zeitpunkt die Aussparungen für den Kiel und Schwertkasten.

Am Rechner habe ich mir noch mal die Baupläne vorgenommen und überlegt, wie dick die Spanten sein müssen, damit die das Beplanken überstehen. Nach dem die Pläne überarbeitet und beim Copyshop des Vertrauens ausgedruckt waren, ging es nun an die Version 2.

Auch wenn ich das Spantenmodell für den weiteren Ausbau nicht mehr nehmen werden, landet es nicht im Müll. Eventuell werde ich es trotzdem Beplanken und entweder als „Hinstellrumpf“ fertigmachen, oder als Positivform zum Herstellen einer Negativform verwenden. Mal sehen…

Spantenmodell Version 2 – 505er Rumpf

Die auf Papier ausgedruckten Spanten habe ich mit Sprühkleber auf das Sperrholz geklebt. Nach einer halben Stunde Wartezeit ging es dann an das Aussägen.

In der neuen Version vom Spantenmodell, sind die Seitentanks klar zu erkennen. Die Aussparrung für den Kiel war mir noch rechtzeitig eingefallen, sodass ich die Spanten „relativ“ fertig verbauen konnte. Auch hier gilt das Prinzip, „Was fertig ist, ist fertig“ und im verbauten Zustand an den nun filigranen Spanten herumzuarbeiten, ist keine große Freude.

Nach dem die Spanten ausgerichtet und verklebt waren, kam nun der Kiel an die Reihe. Beim Aussägen der Aussparung hatte ich etwas unsauber gesägt, wodurch einige Aussparungen etwas größer und andere etwas kleiner waren. Letzteres ist immer das kleinere Übel, da man dann die Aussparungen auf Maß schleifen kann. Material was weg ist, kann auch der Kleber nicht ersetzen.

Im Anschluss habe ich überstehendes Material abgeschliffen.

Auf Anraten eines befreundeten Modellbaumeisters und 505er Seglers, habe ich noch einen horizontalen Stringer rund um eingebaut, welcher nicht nur für mehr Stabiltät sorgt, sonder auch den oberen Teil des Seitentanks bilden wird. Dazu musste ich die Spanten an den Enden etwas kürzen bzw. eine Einbuchtung einsägen. In den neuen Bauplänen sind die Aussparungen eingezeichnet

Einbau des Schwertkastens

Das Schwert muss natürlich auch wie das originale Schwert aussehen. Zum Glück hatte ich das Schwert zu dem Zeitpunkt noch im Keller, sodass ich die Form und Maße nehmen konnte.

Natürlich darf der Schwertkasten nicht fehlen, der bei einer Jolle mit einem Schwert eine funktionale Funktion hat. Um die Länge zu ermitteln, habe ich die Maße des originalen Schwertes genommen und Pi*Daumen die Form auf das Bootsbausperrholz aufgezeichnet. In der zweiten Version wurden dann die genaueren Maße berücksichtigt. Aufgrund der Länge des Schwertes war ich auf Länge des Schwertkasten von 14,2 cm gekommen, was sich nach dem Einbau und Test als falsch herausstellte. Das Schwert wird nicht vor vom Schwertkasten verbaut sonder etwas weiter hinten. Beim originalen 505er etwa 2,5m von hinten gemessen, 30/70% beachtet werden muss! Genaueres zur genauen Schwertposition findet ihr in der Trimmanleitung der Klassenorganisation.

Der neue Schwertkasten wird 18cm lang und 3 cm hoch. Für den Einbau sägte ich den Kiel in dem Bereich zwischen den 4. und 9. Spante ab. Genau zu sehen ist das auf den Fotos. Für den Schwertkasten habe ich zwei 2mm Boostbausperrholzausschnitte zusammengeleimt, sodass mit 4mm pro Seite für genügend Stabilität gesorgt sein sollte.

Beplanken – der große Spaß beginnt

Die Planken sollten auf Anraten maximal groß sein und passgenau zugeschnitten werden. Aus 1mm Birke habe ich erst mal mit dem Rumpf Maß genommen und die Umrisse der Planke eingezeichnet. Im nächsten Schritt wurde die große Planke mit einem scharfen Cuttermesser ausgeschnitten und mit 80er Schleifpapier zurecht geschliffen. Glücklicherweise brauchte ich nur eine große, zwei kleine, und eine mittlere Planke pro Rumpfseite. Das war schon ziemlich fummelig und Geduld verschlingend. Am Ende konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Papier eignet sich übrigens auch ganz gut um den Umriss der Planken zu ermitteln!

Als dann der Rumpf fertig war, musste dieser noch geschliffen werden um den Konturen des originalen 505er Rumpfes nachzukommen.

Der nächste Schritt ist etwas zweifelhaft…. jedenfalls hatte ich das dringende Bedürfnis zu spachteln und so habe ich den Rumpf noch mit Feinspachtel (Yachtcare FEW VT) verspachtelt. Am nächsten Abend wurde der gesamte Rumpf noch mal geschliffen.

Noch ein paar Gedanken zu den Planken. Da ich nicht wusste wie gut mir das Beplanken gelinkt, hatte ich noch von Krick Modellbauplanken (2x5mm) bestellt. Am Ende bin ich ganz froh darüber die 1mm Birkenplatte genommen zu haben, weil man dann die Planken sehr passgenau herstellen kann! Die fertigen Planken müsste erst noch gebogen werden und ich müsste deutlich mehr dafür nehmen.

Rumpf laminieren

Eigentlich hätte es an der Stelle schon gereicht. Doch da ich nicht wusste wie stabil der gesamte Rumpf nach entfernten der Lehre wird, habe ich vorsichtshalber noch eine Matte mit Epoxidharz auf den Holzrumpf laminiert. Falls ich mich doch entscheiden sollte den auf RC umzubauen, so ist der Rumpf nun zumindest von außen, Wasserdicht 😉

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